BASTARD ASSI FROM HELL PDF

Die Jacke verfehlt wie immer den Pfosten und gleitet wie ein nasser Putzlumpen zu Boden, wo sich sofort eine Pfuetze bildet. Ich lasse sie dort liegen. Weil es so kalt in meinem Buero ist und weil die Uni-Leitung offensichtlich zu geizig ist, mein Buero anstaendig zu heizen, schalte ich alle elektrischen Geraete an, die ich finden kann - auch die, die nirgends angeschlossen sind, auch die, bei denen nur noch das Netzteil und der Luefter funktionieren. Hauptsache, es kommt warme Luft heraus.

Author:Tusar Dojar
Country:Armenia
Language:English (Spanish)
Genre:Music
Published (Last):13 November 2009
Pages:249
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ISBN:564-7-67724-708-6
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Die Jacke verfehlt wie immer den Pfosten und gleitet wie ein nasser Putzlumpen zu Boden, wo sich sofort eine Pfuetze bildet. Ich lasse sie dort liegen. Weil es so kalt in meinem Buero ist und weil die Uni-Leitung offensichtlich zu geizig ist, mein Buero anstaendig zu heizen, schalte ich alle elektrischen Geraete an, die ich finden kann - auch die, die nirgends angeschlossen sind, auch die, bei denen nur noch das Netzteil und der Luefter funktionieren.

Hauptsache, es kommt warme Luft heraus. Es wird sich hoffentlich auf die Stromrechnung auswirken. Geschieht ihnen recht! Ich schaue im Kalender nach, was heute ansteht: Zwei Studenten haben sich fuer die Studienberatung angemeldet.

Es ist Freitag morgen und ich bin gut gelaunt. Ich schicke also ausnahmsweise nur dem am Vormittag per mail eine Absage. Das gibt mir Zeit zum Fruehstuecken in der Kantine.

Der Chef kommt erst in einer Stunde. Als ich zurueckkomme, haengt ein Zettel an meiner verschlossenen Tuere. Sowas kann ich schon gar nicht ausstehen! Der Handschrift nach ist es der Chef. Jemand anders wuerde es auch nicht wagen.

Ich klebe den Zettel, ohne ihn zu lesen, eine Tuer weiter wieder an. Der Chef hat schon oefters bemerkt, dass er unsere gleichfoermigen Tueren in unserem Betonbunker nicht auseinanderhalten kann. Also bitte! Das Resultat war, dass die Sekretaerinnen - wir haben zwei, eine junge Huebsche und Wer weiss, was die sich in ihrer ueberhitzten Phantasie ausgemalt haben. Jetzt bin ich schlauer geworden. JEDER, der hier schon laenger als 7 Tage arbeitet, hat schon einmal einen wichtigen Versuch versaut, weil er einfach durch eine geschlossene Tuere hereingeplatzt ist - und wurde daraufhin vom aufgebrachten Versuchsleiter fast umgebracht.

Ohne Psychologie kann man hier nicht ueberleben. Ich bin gerade in alt. Meiner Meinung nach gehoeren Telefone sowieso abgeschafft. Wo bleiben meine Grundrechte? Nichts anderes! Ich lasse es viermal laeuten, dann hebe ich ab. Etwas schweigt verbluefft am anderen Ende. Ich lege auf. Das ist immer so. In ihrer grenzenlosen Dummheit glauben sie, dass sie sich vertippt haben. Um sie in ihrem Glauben zu bestaerken, melde ich mich diesmal mit: "Fakultaet 16, Dekanat.

So frueh am morgen schon? Vielleicht probieren Sie es einfach noch einmal? Dann besinnt sie sich auf ihre gute Kinderstube. Aber dann lege ich doch auf. Keine Verabredungen mehr ohne vorheriges X-Picture, das habe ich mir geschworen.

Ich warte. Die Hand am Hoerer. Als es laeutet, reisse ich den Hoerer von der Gabel und bruelle, so laut und agressiv ich kann:"JA?!!! Auf diese Weise wird der langweilige Inhalt etwas aufgepeppt. Nach dem Mittagessen checke ich den Zugriffszaehler auf unsere Home Page.

Gar nicht schlecht. Gut fuer unsere Netz-Statistik. Der Chef wird sich freuen! In der Workstation piept es zweimal und ich entferne meinen Schutzschild von der Tuere. Die einfachste Methode, blutschwitzenden Hyperstress zu demonstrieren. Puenktlich um 14 Uhr, 7 Minuten und 25 Sekunden reisst der Chef, wie ueblich ohne anzuklopfen, die Tuere auf. Obwohl ich damit gerechnet hatte, zucke ich zusammen. Das passiert mir jeden Tag und es kotzt mich an! Gequaelt laechelnd, die Finger noch auf der Tastatur, drehe ich mich um und wische mir nicht vorhandenen Schweiss von der Stirn.

AEh, ich wollte nur fragen Gott sei Dank! Nichts, was einen ruhigen fruehen Freitagnachmittag gefaehrden koennte. Bis auf den Beschwerdebrief der Univerwaltung vielleicht. Sie schreiben, dass der Bundesrechnungshof meine Gehaltsabrechnungen kritisiert hat. Sie seien zu hoch. Das muss man sich mal vorstellen! Der Brief datiert allerdings vom letzten Jahr.

Ich ordne ihn unauffaellig weiter hinten wieder ein. Vielleicht faellt er mal aus Versehen mal in den Reisswolf. Der Chef schaut mir kurzsichtig ueber die Schulter und atmet mir in den Nacken. Ich schuettele den Kopf. Absolut nichts, was nicht auch bis Montag warten koennte. Dass zwei Projektberichte bereits ueberfaellig sind, drei Briefe eigentlich schon Anfang der Woche haetten rausgehen muessen und dass seine Sekretaerin - zum Glueck die haessliche - gedroht hat zu kuendigen, wenn er ihr nicht endlich eine Gehaltsaufbesserung besorge, wuerde dem Chef nur das Wochenende verderben.

Das ist aber schoen! Ich will gerade gehen, als es zaghaft klopft. An meiner Tuere. Freitag Mittag. Ich rufe unglaeubig: "Herein! Die mail, die ich mir aus falschen Grossmut heute morgen verkniffen hatte. Jetzt habe ich den Salat! Ich bitte das Juengelchen herein und zu platzen. Es setzt sich ganz vorne auf die Kante und blickt beeindruckt auf die vielen Messgeraete und Rechner.

Dann sage ich: "Habt Ihr Euch sonst schon umgetan? Gebraucht der Zeit, sie geht so schnell von hinnen. Als ich die Augen wieder oeffne, hat das Juengelchen bereits die Hand an der Tuerklinke. Entschuldigen Sie bitte Wir wollen doch keine Studentenschwemme ausloesen, oder? Ich nehme die Finger von der Tastatur und ueberlege. Wieso moechte ich auf einmal aus heiterem Himmel den verschollen geglaubten Schluessel zum Kaffeeraum zurueckgeben? Als Wissenschaftler bin ich es gewohnt, meinen spontanen Regungen nicht sofort nachzugeben, sondern diese zunaechst gruendlichst zu analysieren.

Also gehe ich stracks in die Bibliothek und bewaffne mich mit einschlaegiger Literatur. Zwei Stunden spaeter steht die Sache fest: Ganz zweifellos leide ich an einem akuten Anfall von galoppierenden Altruismus in Verbindung mit beginnender Saulus-Paulus-Neurose. Die meisten Autoren warnen vor der Moeglichkeit, dass die Sache chronisch bzw.

Bedauerlicherweise wird kein Gegenmittel genannt. Ich muss also improvisieren. Kurz darauf verlaesst die Bibliothekarin den Raum, um mit ihren Kolleginnen im Sekretariat zu ratschen.

Ich schnappe mir die fuenf sorgfaeltig sortierten Karteikartenstapel auf ihren Schreibtisch und hebe jeweils die obersten zehn Karten ab. Den Rest mische ich gruendlich durch - ich haette als Croupier Karriere machen sollen! Oberflaechlich betrachtet, schaut noch alles ganz in Ordnung aus. Jetzt fuehle ich mich etwas besser.

Ich kann sogar am Sekretariat vorbeigehen, ohne an den Kaffeeraum-Schluessel zu denken. Um ganz sicher zu gehen, drehe ich auf dem Rueckweg in mein Buero jede dritte Leuchtstoffroehre in ihrem Sockel um 90 Grad, so dass sie erlischt.

Es ist immer wieder ein Vergnuegen, unseren kleinen dicken Hausmeister zu beobachten, wenn er schwitzend wie ein Affe auf seiner Aluleiter hockt und einen Wutanfall nach dem anderen bekommt.

Zurueck in meinem Buero rufe ich die Haustechnik an und mache den Leuten Dampf. Ich weiss sowieso, dass die um diese Zeit nichts tun als Kaffee zu trinken und die Abendzeitung von vorne bis hinten durchzulesen. Es sei ein Skandal, sage ich empoert, hier oben muesse man sich im Dunkeln seinen Weg suchen.

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